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Im Märzen…ein Rückblick auf den Kampagnenwinter 15/16

Auch in diesem Winter hatdas Aktionsbündnis Bielefeld Pelzfrei wieder aktiv für ein Ende des Pelzhandels unserer Stadt geworben. Begonnen hat unser Kampagne im Bielefelder Bauernhausmuseum, in dem wir noch im frühen Herbst auf dem Fest für Tiere – der jährlichen Benefizveranstaltung für rumänische Straßenhunde – mit einem Infostand präsent waren. Es folgten Stände während des Tierheimfests in Herford und kleinere Demos und Informationsveranstaltungen in der Bielefelder Innenstadt. Als neuen Bündnispartner durften wir schließlich das Bielefelder StartUp VeganNostra begrüßen.

Doch anders als im letzten Jahr wollte der Kampagnenwinter 15/16 nicht ganz so heiß werden: Größere Aktionen mussten leider ausfallen. Schuld waren vor allem die vielen privaten und beruflichen Verpflichtungen, die Irrungen und Wirrungen des Alltäglichen und der übrigen Tierschutz- und Tierrechtsarbeit, welche das ohnehin geschrumpfte Orga-Kernteam des Aktionsbündnis Bielefeld Pelzfrei in Beschlag genommen hatten.

Wer uns im nächsten Winter unterstützen möchte, schreibe uns:

mach_mit@bielefeld-pelzfrei.de

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Grüße zum Saison-Ende

Was für eine Saison! Gemeinsam mit Euch haben wir Bielefeld zwar noch nicht pelzfrei gemacht, aber doch so viel Präsenz gezeigt, wie es unsere freundliche Stadt am Teuteburger Wald schon lange nicht mehr gesehen hat! Woche für Woche waren wir gemeinsam mit Euch Woche für Woche auf der Straße.

Begonnen hatten wir im Oktober mit unserer großen Auftaktdemo und einer Menschenkette aus über 150 Personen, die vom Jahnplatz bis hin zu Brooks reichte. Eines ist sicher: Wir fielen auf! Die Passantinnen und Passanten suchten das Gespräch, informierten sich über unsere Flyer und über die Videoleinwand, sowohl die Zeitungen, wie auch der WDR berichteten und es entspannen sich neue Gespräche mit dem Bielefelder Pelzhandel. Abends ging es dann für alle Feierlustigen auf unserer Benefizparty weiter: Im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) spielten Stille Reserve, das Soap Bubble Orchestra und die Bad Earls, dazu reichten wir herbstlich leckere Quiche. Abgerundet wurde der Abend durch eine Tanzperformance der Künstlerin Annika Hofgesang und zum Ausklang legte die Berliner DJane Fairnett Blanca noch etwas Vinyl auf den Plattenteller. Die vielen Impressionen des Tages hat unser Fotograf bei Facebook hochgeladen.

Unser Dank für den gelungenen Start in die Saison gilt allen Künstlerinnen und Künstlern, Aktivisitinnen und Aktivisten und Besucherinnen und Besuchern: Der erste Schritt war getan, das Printmaterial abgezahlt und die Motivation der Orga zum Bersten gefüllt!

Weiter ging es also. Das Aktionsbündnis Bielefeld Pelzfrei stand nun (fast) jede Woche mit einem Informationsstand, Bannern und Plakaten vor Ozone – oftmals sowohl in der Alt-, wie auch in der Neustadt. Auch in den Gesprächen mit den Betreibern der Bielefelder Pelzgeschäfte blieben wir am Ball.

Die Konzentration auf so viele Aktionen hat – da wir ja alle im Ehrenamt tätig sind – leider unsere Zeit so sehr aufgefressen, dass wir uns bislang noch nicht, wie es eigentlich sein sollte, um eine regelmäßige Berichterstattung im Netz haben kümmern können. Um auch im nächsten Jahr wieder viele gute Aktionen auf die Beine stellen und vielleicht uns vielleicht auch öfter im Internet tummeln zu können, brauchen wir Hilfe – also: mach_mit@bielefeld-pelzfrei.de

Besten Dank noch einmal für all’ die Hilfe! Ohne alle Unterstützerinnen und Unterstützer würde es das Bündnis nicht geben! Wir sehen uns im Oktober 2015!

Es grüßt ganz herzlich:
Das Kern-Orga-Team des
Aktionsbündnis Bielefeld Pelzfrei

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Material

Auf dieser Seite (im Aufbau!) finden Sie unser Kampagnen-Material, aufgeteilt in digitale und Printmaterialien. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Flyer und Plakate – unverändert – ausdrucken und verteilen bzw. auslegen möchten. Wenn Sie Material in den Räumlichkeiten Dritter auslegen (etwa in Tierarztpraxen, Vereins- oder religiösen Räumen oder Geschäften) fragen Sie bitte die Eigentümer um Erlaubnis.

Und natürlich: Vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Direkt zu…

 

Ankündigungs-/Werbematerial

Flyer

Demonstration/Menschenkette am 11.10.2014

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4 Flyer zum Ausschneiden und Auslegen.

Druckbar in Farbe, Schwarz/Weiß sowie auf farbigem Papier.

Flyer können kostenlos bestellt werden (Selbstabholung bzw. Treffen – kein Versand!).

 

 

Digitales für Facebook, Websites & Co

Facebook

pelzfrei-demoTitelbild

Mühelos über das persönliche Facebook-Titelbild die Demo bewerben!

Einfach auf das Bild linksklicken, speichern (nicht die Miniaturansicht!) und auf Facebook in das eigene Profil gehen (links auf den eigenen Namen klicken). Dort kann das Titelbild mit Klick auf das Fotosymbol oben links angepasst werden.

Facebook Profilbild 1Profilbild

Auch die Profilbilder Ihrer Facebook-Seite sind super für ein Statement gegen den Pelzhandel geeignet. Hier finden Sie zwei verschiedene Versionen.

Um Ihr Profilbild anzupassen, speichern Sie zu erst eine der beideFacebook Profilbild 2n Grafiken auf Ihrer Festplatte, gehen Sie dann auf Ihr Facebook Profil (bei Facebook oben links auf den eigenen Namen klicken) fahren Sie mit der Maus über Ihr aktuelles Profilbild und klicken Sie anschließend auf “Profilbild aktualisieren”. Jetzt können Sie das zuvor heruntergeladene Bild bei Facebook als Profilbild hochladen.

Allgemeine Flyer

AllgFlyerCoverAllgemeiner Flyer

Unser allgemeiner Informationsflyer, wie wir ihn an unseren Infotischen ausliegen haben und bei unseren Aktionen verteilen.

KinderflyerCoverKinder- und Jugendflyer

Nach bestem Wissen und Gewissen haben wir versucht, die grausige Thematik kindgerecht darzustellen. Das ist immer ein schwieriger Balanceakt und wir sind offen für Kritik (und natürlich auch lobende Worte)!

 

Worte über Geld…

Über Geld zu schreiben ist NPOs (Non-Profit-Organisationen) oft unangenehm, insbesondere, wenn sie keines haben, welches brauchen und darum bitten möchten. Flyer, Plakate, Aufkleber & Co zu drucken – insbesondere, unter Berücksichtung von umweltschonenden Standards wie Recycling-Papieren – ist oft teuer und können meist kaum aus den Spendengeldern finanziert werden, die bei etwa bei Informationsveranstaltungen auf der Straße gesammelt werden.Wenn Sie uns als Unternehmen oder auch als Einzelperson finanziell unterstützen möchten, können Sie uns Spenden über das Spendenkonto des als gemeinnützig anerkannten Vereins Animal Rights Watch e.V. zukommen lassen. Diese Spenden sind steuerlich absetzbar und zweckgebunden: Sie werden nur für die Zwecke des Aktionsbündnis Bielefeld Pelzfrei verwendet!

Gerne führen wir Ihr Unternehmens- oder Organisationslogo bei größeren Spendenbeträgen für den Druck neuer Informationsmaterialien als Sponsor auf den Druckerzeugnissen und/oder bei Spenden für sonstige Ausgaben auf unseres Internetseite auf! Annonyme Spenden sind freilich ebenfalls möglich.

Daten des Spendenkontos finden Sie in den FAQ oder auf unseren Allgemeinen Flyern.

Mit dem besten Dank,
Ihr Aktionsbündnis Bielefeld Pelzfrei

 

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Unterstützende Vereinigungen

Diese Seite ist leider noch stark im Aufbau befindlich!

Achtung für Tiere e.V.

Logo_AfT-e7973189Achtung für Tiere ist ein Tierschutzverein aus Gütersloh mit Engagements in Bielefeld und weiteren Städten OWLs. Im Mittelpunkt der Arbeit des Vereins steht die Aufklärung auf der Straße und in Klassenräumen sowie die Betreuung von Tieren in entsprechenden, eigenen Anlagen.

Homepage: http://www.achtung-fuer-tiere.de

Albert Schweitzer Stiftung e.V.

albert-schweitzer-stiftung-logoDie Albert Schweitzer Stiftung orientiert sich an dem Leitbild ihres Namensgebers. Die Ablehnung der Pelzproduktion als einer der leidschaffendsten Industriezweige gehört zum Selbstverständnis des bundesweit aktiven Vereins. Ein wichtigter Teil ihrer Arbeit liegt im Dialog mit Unternehmen in ganz Deutschland. Regelmäßig besuchen die Aktiven der Stiftung aber auch die Bielefelder Innenstadt um Aufklärung über Tierschutzbelange zu leisten.

Homepage: http://www.albert-schweitzer-stiftung.de

Animal Rights Watch e.V. (ARIWA)

logo_ariwaARIWA ist ein bundesweit tätiger Tierrechtsverein mit einer Ortsgruppe in OWL. Mit Undercover-Recherchen, Technik und Material unterstützen sie das Aktionsbündnis, dessen Ziele sie freilich vollständig teilen.

Homepage: http://www.ariwa.org

Bürgernähe – Wählergemeinschaft für Bielefeld

bürgernäheBürgernahe Partei im Bielefelder Stadtrat. Engagement in vielen Bürger/-innen-Initiativen.

Homepage: http://www.buergernaehe-bielefeld.de

Ev.-Luth. Neustädter Marienkirchengemeinde

Neustaedter-MarienkircheDie spätromanische Kirche im Zentrum der Stadt zählt zu den Wahrzeichen Bielefelds. Ihre Gemeinde engagiert sich in- und außerhalb des Gottesdienstes in den unterschiedlichsten Bereichen des (miteinander) Lebens – viele Infos gibt es dazu auf der umfangreichen…

Homepage: http://www.neustadt-marien-bielefeld.de

Grüne Jugend Bielefeld

gj_bielefeldDie Grüne Jugend ist natürlich auch mit einer Ortsgruppe in Bielefeld vertreten. Dies- und Jenseits der Stadtgrenze engagieren sich ihre Mitglieder nicht nur bei ökologischen Problemen. In ihrem Programm gehen sie unter Anderem auch die Generationen-, Verteilungs- sowie Geschlechtergerechtigkeit und weitere soziale Fragen an.

Homepage: http://gruenejugendbielefeld.de

Internationales Begegnungszentrum (IBZ)

ibz-kleinNetzwerk und Projektträger eines auf das Miteinander von Menschen verschiedener ethnischer und nationaler Herkunft ausgerichteten Kultur- und Begegnungszentrums.

Homepage: http://www.ibz-bielefeld.de

Linksjugend

linksjugendBildungspolitik und Konsumkritik, Globalisierungs- und soziale Fragen, aber auch Umwelt- und Tierschutz gehören seit langem zum Repertoire linker Agenden – so auch bei der Bielefelder Ortsgruppe der Linksjugend, dem mit der Linkspartei assoziierten Jugendverband. Die Gruppe trifft sich regelmäßig in Bielefeld und ist offen für alle jungen Bielefelderinnen und Bielefelder.
Homepage: http://www.linksjugend-bielefeld.de

Tango Vagabundo

logoSeit 2007 arbeitet die Tanzschule Tango Vagabundo an der spannenden Nahtstelle zwischen Tango Argentino, Tanz und Schauspiel um vielerorts das ehemalige Nachtschattengewächs Tango in neuem Licht erblühen lassen. In Bielefeld findet man den Vagabundo vor allem in der Uni, wo er lehrt und zwischen Politik und Entertainment choreographiert.

Homepage: http://www.tango-vagabundo.de

VagabUnido – Tango-Kultur – HSG a.d. Uni Bielefeld

400794_219126044839814_740232690_nSo wie der Tango stets im Diskurs stand und steht, sieht sich die Hochschulgruppe VagabUnido als Austauschmöglichkeit verschiedener Institutionen und Einrichtungen in und außerhalb des Bielefelder Universitätslebens. Auf der Grundlage des Tangos werden in Zusammenarbeit mit anderen Gruppierungen Kunst- und Kulturveranstaltungen geschaffen, die Tanz und Kunst als Dialog begreifen.
Homepage: http://www.vagabunido.de

Vegetarierbund Deutschland e.V.

vebuAls älteste Vegetariervereinigung Deutschlands (VeBu) – gegründet bereits 1892 – hat sich der Vegetarierbund immer schon für Mensch und Tier eingesetzt. Seit 2013 ist der VeBu auch mit einer Ortsgruppe in Bielefeld vertreten. Deren Mitglieder/-innen sind nicht nur Ansprechpartner/-innen in Fragen der vegetarischer Ernährung, sondern engagieren sich in und um Bielefeld bei verschiedensten Projekten.
Homepage: http://www.bielefeld.vebu.de

Venga – Aktiv für Tierrechte

venga_final_2Venga ist eine studentische Hochschulgruppe an der Universität Bielefeld und Initiator sowie Gründungsmitglied des Aktionsbündnis’. Wir verstehen uns als Tierrechtsgruppe, engagieren uns jedoch in den Bereichen Menschenrechte und Umweltschutz.
Homepage: http://www.venga-bielefeld.de

Fotothek_df_roe-neg_0006067_002_Verschiedene_Pelzmäntel_am_Messestand_des_VEB_Rauchwaren-Zurichterei_und_-Färber

Kleine Historie

Dieser Artikel ist kein Boykottaufruf(!), sondern…

Wir möchten im Folgenden einen kleinen Abriss über die Entwicklungen des Pelzhandels in Bielefeld geben. Obgleich der Artikel die genannten Unternehmungen (aussgenommen ist freilich die Nerzfarm) in ein schlechtes Licht zu rücken vermag, kann nicht oft genug betont werden, dass sie entgegen möglicher wirtschaftlicher Gewinne moralischen und gesellschaftlichen Forderungen den Vorzug gegeben haben. Das Aktionsbündnis Bielefeld Pelzfrei freut sich über diese Entwicklungen und möchte die Unternehmen in Bezug auf den Pelzhandel lobend hervorheben.

Sinn und Zweck dieses Artikels ist es daher nicht, mit dem Finger auf ehemalige pelzverkaufende Unternehmen zu zeigen, sondern erstens aufzuzeigen, dass gesellschaftlicher Protest in Bezug auf Pelzverkauf nicht vergebens ist. Zweitens zeigt die Geschichte, dass der Pelzhandel nicht unbedingt Teil einer unwiederbringlichen Vergangenheit ist. Vielmehr entdecken zum Unglück von Mensch, Tier und Umwelt immer wieder Designer die Ware Pelz und versuchen sie wieder tragbar zu machen. Wir möchten mit diesem Artikel daher gleichsam Hoffnung schöpfen wie Aufmerksamkeit erregen. Nur wenn Pelz auch wirklich in der Modewelt tabuisiert wird, kann ein dauerhaftes Ende einer in jeder Hinsicht unethischen Praxis erreicht werden! Dazu gehört letztlich nicht allein der Ausstieg großer Kaufhäuser, sondern ebenso der modischen Tonangeber und Abnehmer in den höheren Preissegmenten.

Nerzfarm in Bielefeld – Vilsendorf

In Bielefeld sind Protestaktionen gegen den Pelzhandel nicht unbekannt. Einen permanenten Anstoß für Demonstrationen lieferte etwa immer wieder die „Nerzfarm“ Artemis im Stadtteil Vilsendorf. Nachdem in Folge massiver Proteste im Jahr 2006 neue Auflagen für den Betrieb von Pelzfarmen verabschiedet wurden, welche unter anderem größere Käfige für die Tiere vorsahen, kam es zu einer Sammelklage seitens der Betreiber/-innen verschiedener deutscher Pelzfarmen. 2011 lief die gesetzlich vorgeschriebene Frist zur Umsetzung der neuen Tierschutzstandards aus. Der Inhaber der Vilsendorfer Nerzfarm Alfons Grosser änderte jedoch weiterhin nichts an den Haltungsbedingungen der Tiere und führte den Betrieb weiter fort. Erst 2013 gelang es der Stadt Bielefeld, sich mit dem Betreiber zu einigen und die Farm schließen zu lassen.

Das Beispiel Kaufhof…

- Erfolg bundesweiter Proteste -

Der Protest von Bielefelder Bürger/-innen richtet sich aber nicht nur gegen Pelzfarmen, sondern auch gegen Bekleidungsgeschäfte, die mit ihren Filialen in Bielefeld vertreten sind. Obwohl bereits seit den 1990er Jahren viele führende Bekleidungsunternehmen keine Echtpelze mehr verkaufen, haben einzelne Unternehmen immer wieder versucht, Tierpelze wieder „tragbar“ zu machen.

So nahm beispielsweise Galeria Kaufhof 2012 erneut Echtpelz in das Sortiment auf, obwohl das Unternehmen seit 2006 bewusst auf Pelz verzichtet hatte. Die Offensive gegen die Pelzindustrie (OGPI) rief daraufhin zu einem bundesweiten Aktionswochenende auf, an dem sich auch Bielefelder Tierschützer/-innen mit zwei aufeinanderfolgenden Aktionen beteiligten. Den bundesweiten Protest in vielen Städten nahm sich Galeria Kaufhof zu Herzen und versicherte in einer Stellungnahme an die OGPI den erneuten Ausstieg aus dem Pelzhandel. Bislang hält sich das Unternehmen an sein Versprechen.

…und Gerry Weber

- Erfolg lokaler Proteste -

Als ein besonderer Erfolg der Bielefelder Initiativen ist die Auslistung von Pelzen in den Filialen des regional ansässigen Unternehmens Gerry Weber zu verbuchen. Bereits 2007 war das Unternehmen nach diversen Protesten aus dem Pelzhandel ausgestiegen. Nachdem im Herbst 2011 erneut Kleidung mit Pelzbesatz in das Sortiment aufgenommen wurde, begannen insbesondere Bielefelder Tierschützer/-innen eine mehrwöchige Unterschriftensammlung, um das Unternehmen davon zu überzeugen, dass die Bielefelder Bürger/-innen modisch nicht auf Echtpelz setzen wollen. So haben insgesamt 1206 Bielefelder/-innen dem Unternehmen die „Rote Karte“ für den Verkauf von Kleidung mit Pelzbesatz gezeigt.

Auch die insgesamt sehr positiven Presseberichte in den regionalen Medien trugen dazu bei, dass das Unternehmen so zügig reagiert hat und in Zukunft auf den Verkauf von Tierfellen verzichten wird.


Bildnachweis (Titelbild): Deutsche Fotothek/Wikimedia (© s.: a.a.O.)

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10 Argumente gegen Pelz

Pelz wird von der Mehrheit abgelehnt und das hat gute Gründe. Wir haben 10 für Sie zusammengefasst – samt weiterführender Texte und Filme.

1. Fallenjagd:

Laut dem deutschen Pelzinstitut stammen rund 15% der Tiere in der Pelzgewinnung aus der freien Wildbahn, von denen ein großer Teil mit Fallen gefangen wird. Das Problematische an diesen Fallen ist, dass nicht nur die für die Pelzgewinnung vorgesehenen Tiere in die Fallen geraten, sondern oft auch Haustiere wie Hunde und Katzen und andere nicht für den Pelzhandel geeignete Tiere. Offiziell sind in Deutschland nur Fallen zulässig, die das Tier unversehrt fangen oder es sofort töten (§ 19 Abs.1 Nr.9 Bundesjagdgesetz). Dies geschieht allerdings nur, wenn das Tier zu der Größe der sog. Totschlagfalle passt. Häufig ist dies nicht der Fall und so kommt es, dass den Tieren von den Fallen Gliedmaßen zerquetscht werden und die Tiere dann schwer verletzt in den Fallen gefangen sind, wo sie ein langsamer und qualvoller Tod erwartet.

2. Pelzfarmen (China):

Viele der in Deutschland erhältlichen Pelzprodukte stammen aus China. Dort gibt es immer mehr sog. Pelztierfarmen, in denen Tiere zur Pelzgewinnung gezüchtet werden. Dabei gibt es in China keinerlei Standards für den Tierschutz und so ist es dort gängige Praxis, dass die Tiere in viel zu kleinen Drahtkäfigen gehalten werden, die ihnen in die Pfoten schneiden und aufgrund der extremen Enge Verhaltensauffälligkeiten hervorrufen. Getötet werden die Tiere meist bei vollem Bewusstsein. Nicht selten leben die Tiere auch dann noch, wenn ihnen das Fell abgezogen wird. Schätzungsweise 70-80 Millionen Tiere werden jedes Jahr in China zwecks Pelzgewinnung getötet. Darunter auch rund zwei Millionen Hunde und Katzen.

3. Gesundheit:

Da Pelz einmal Teil eines lebendigen Wesens war, ist es nur logisch, dass er sich genau wie der Körper des Tieres mit der Zeit zersetzen und verrotten würde. Um dies zu verhindern wird der Pelz mit Chemikalien behandelt, die den Verwesungsprozess unterbinden und ihn sozusagen haltbar machen. Diese Chemikalien gelangen über die Kleidung auf die Haut und bringen ein gesundheitliches Risiko für den Pelzkonsumenten mit sich. Immer wieder hört man von stark mit Chemikalien belasteten Pelzen. Gefunden wurden dabei unter anderem Formaldehyd, Schwermetalle und Insektizide in über die EU-Grenzwerte hinausgehende Konzentrationen.

4. Tierfreundliche Alternativen:

In der heutigen Zeit werden Pelze vorwiegend aus Modegründen getragen. Wir leben nicht unter den Bedingungen unserer Vorfahren oder der Inuit, die auf Tierfelle angewiesen sind um sich zu wärmen. Heutzutage muss auch ohne Pelz kein Mensch frieren. Trotzdem verwenden viele Modehersteller Pelzprodukte. Vorwiegend als Accessoire, z.B. als Kragenbesatz an der Winterjacke oder als Bommel auf der Mütze. Doch hierfür gibt es Alternativen. Moderne Pelzimitate stehen Echtpelz sowohl optisch als auch in ihrer Eigenschaft zu wärmen in nichts nach. Wer also die Optik von Pelz bevorzugt, kann das auch haben, ohne dafür den Tod eines Tieres in Kauf nehmen zu müssen.

5. Hunde- und Katzenfell:

Bei sogenannten Pelztieren haben viele Leute kein Problem damit, ihre Felle für Modezwecke zu verwenden. Doch immer wieder stellt

sich heraus, dass auch Haustiere aus Pelzfarmbetrieben ihr Fell für die Modeindustrie lassen müssen. Regelmäßig wird Pelz von Hunden und Katzen an Jacken und Mützen nachgewiesen, wie z.B. 2013 bei dem Modehersteller Tom Tailor oder der Drogeriekette Müller. Durch fehlende Kennzeichnungspflicht wird oft Hunde- und Katzenfell verwendet und nicht als solches deklariert, wodurch dem Kunden gar nicht klar ist, was für ein Tier er dort zur Schau trägt.

6. Pelzfarmen Deutschland:

Auch in Deutschland werden weiterhin Pelzfarmen betrieben, mit meist nicht viel besseren Bedingungen als in China oder anderen Ländern. Da es in Deutschland geltende Tierschutzbedingungen gibt, werden viele dieser Pelzfarmen illegal betrieben.

Lesen Sie mehr:

Peta: Illegale Pelzfarmen

7. Arbeitsbedingungen:

Ein großer Teil der Pelzprodukte, die auf dem europäischem Markt landen, kommen aus Ländern, in denen allgemein katastrophale Arbeitsbedingungen herrschen. Die Pelzproduktion bildet da keine Ausnahme. Die Arbeiter/-innen in den Gerbereien und auf den Pelztierfarmen, arbeiten für absolute Niedriglöhne und gefährden darüber hinaus auch noch ihre Gesundheit. In den Gerbereien werden die Pelze mit gefährlichen Chemikalien behandelt, denen die Arbeiter ausgesetzt sind, wobei ihnen oft nicht einmal einfachste Schutzmaßnahmen, wie Atemschutzmaske oder Handschuhe zur Verfügung stehen.

Sehen Sie mehr:

ZDF: Gift auf unserer Haut

8. Umweltbelastung:

In Deutschland ist die Verwendung und Entsorgung der zum Gerben verwendeten Chemikalien streng geregelt. In anderen Ländern ist das nicht so. Gefährliche Chemikalien werden unsachgemäß entsorgt und mitunter einfach in den Abfluss gekippt. Dadurch gelangen sie in den Boden und häufig auch ins Trinkwasser, was eine hohe Umweltbelastung nach sich zieht sowie ein Gesundheitsrisiko für die dort lebende Bevölkerung.

Sehen Sie mehr:

ZDF: Gift auf unserer Haut

9. Pelz ist KEIN Abfallprodukt:

Als vermeintliches Argument für den Kauf von Echtpelz wird oft angeführt, dass es sich bei dem Pelz um ein Abfallprodukt handeln würde. Das Tier wird ohnehin zum Verzehr geschlachtet und so kann man auch noch den Pelz verwenden. Das ist schlichtweg falsch. Die meisten Tiere, die für die Pelzgewinnung verwendet werden, werden eher selten verzehrt und nur um ihres Felles wegen geschlachtet. Selbst bei Tieren, die durchaus auch gegessen werden, wie z.B. Kaninchen, trifft das Argument des Abfallprodukts nicht zu. Für die Pelzgewinnung werden spezielle Züchtungen verwendet, deren Fleisch meist nicht weiter verwertet wird.

10. Keine Kennzeichnungspflicht:

Der Anbieter von Pelzprodukten ist nicht verpflichtet die Herkunft und Art des Pelzes zu kennzeichnen. So kommt es häufig vor, dass Kunden Pelz erwerben ohne zu wissen, von welchem Tier dieser stammt. In vielen Fällen ist der Pelz gar nicht deklariert und die Kunden kaufen mitunter Hunde- und Katzenfell. Selbst wenn der Pelz gekennzeichnet ist, kann sich der Verbraucher nicht ganz sicher sein. Immer wieder wird falsch deklarierter Pelz gefunden. So wird z.B. Katzenfell als „Bergkatze“ oder Hundefell als „asiatischer Wolf“ oder als „Waschbär“ aus China auf den europäischen Markt gebracht. Selbst wenn der Pelzbesatz als Kunstpelz gekennzeichnet ist, ist darauf nicht immer Verlass. Regelmäßig wird vermeintlicher Kunstpelz als Echtpelz enttarnt.


Bildnachweis (Titelbild): http://michalkolesar.net (© s.: a.a.O.)

Flyer

Vorbereitung für die Winterkampagne 14/15 angelaufen

Die Hoffnungen des letzten Jahres waren groß, dass das Ende der gesetzlichen Gnadenfrist für Pelzfarmbetreiber/-innen in Deutschland (Pelzproduktion wurde durch neue Tierschutzbedingungen wirtschaftlich uninteressanter) endlich auch ein Ende des Pelzhandels einleiten würde -  dem war mitnichten so. Der Pelzhandel boomt nach wie vor! Insbesondere Echtpelzbesatze an Jacken und Taschen werden nach wie vor ver- und gekauft – ob mit Absicht oder unwissentlich. Im Winter des letzten Jahres war dies Grund genug für uns, erneuten Protest gegen den Pelzhandel zu entfachen.

Waren unsere Protestaktionen – Sammeln von Roten Protestkarten, Gespräche mit Herrn André Lösekann  – zwar durchaus erfolgreich, haftete ihnen dennoch ein Hauch der Improvisation an. Fest entschlossen, in der zweiten Runde mehr Professionalität zu wagen, haben wir im Juni des Jahres mit den Vorbereitungen der Winterkampagne 2014/2015 begonnen – es galt und gilt ein Corporate Design zu entwickeln, Flyer zu drucken, Gelder zu sammeln, Veranstaltungen zu planen und, und, und…

Wer mithelfen möchte ist herzlichst eingeladen – einfach schreiben!

Gemeinsam können wir Bielefeld pelzfrei machen!

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Kampagnenpause

Keine Frage: Der Start unseres Aktionsbündnisses und der Winterkampagne war ein wenig holprig und improvisiert. Die Flyer waren selbstgedruckt und -gefaltet, die Plakate stammten aus dem Fundus langjähriger Tierrechtsarbeit und die Homepage – reden wir besser nicht darüber. Dennoch sind wir zufrieden! Jede Woche und bei jedem Wetter haben unsere Aktivist/-innen (vielen Dank! Ohne Euch gäbe es weder Bündnis noch Aktion!) gegenüber von Brooks einen Infostand aufgebaut, tausende Passant/-innen wurden über die Umstände der Pelzproduktion und den Pelzverkauf bei Ozone, Brooks und Lösekann informiert, gut 2000 rote Karten wurden als Protestakt unterzeichnet und wir konnten erste Gespräche mit Herrn André Lösekann führen.
Nun neigt sich der Winter allmählich seinem Ende zu und wir freuen uns auf Frühling und Sommer. Für Pelzprotest sind es nicht die richtigen Jahreszeiten – darum macht die Straßenarbeit Pause. Wir werden aber weiter das Gespräch mit Herrn Lösekann suchen. Ansonsten werden wir die Zeit bis zur nächsten Saison zu nutzen suchen: Neues Corporate Design und Planung für die Kampagne 2014/2015.

In diesem Sinne mit den berühmten Worten Paulchen Panthers: “Heute ist nicht aller Tage – wir kommen wieder, keine Frage!”